Pferde Lebensversicherung

Absicherung des finanziellen Wertes

Die Pferdelebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe bei Tod oder Nottötung des Pferdes. Sie schützt vor dem finanziellen Verlust, wenn das Pferd durch Unfall, Krankheit oder andere versicherte Ereignisse stirbt. Besonders für wertvolle Sport-, Zucht- oder Turnierpferde ist sie sinnvoll. Auch bei Finanzierung des Pferdekaufs kann sie erforderlich sein. Die Lebensversicherung ersetzt nicht das Pferd emotional, aber sie ermöglicht die Anschaffung eines neuen Pferdes oder federt den finanziellen Verlust ab. Sie ist eine Risikoversicherung für den Wert des Pferdes.

Versicherte Risiken und Leistungen

Die Lebensversicherung zahlt bei Tod durch Unfall, Krankheit, Nottötung auf tierärztliche Anordnung, Blitzschlag, Brand oder Naturkatastrophen. Auch Diebstahl kann eingeschlossen sein. Die Versicherungssumme entspricht dem vereinbarten Wert des Pferdes – meist dem Kaufpreis oder Marktwert. Wichtig ist eine realistische Bewertung – zu hohe Werte werden nicht akzeptiert, zu niedrige Werte führen zu Unterversicherung. Manche Versicherer bieten auch Teilleistungen bei dauerhafter Unbrauchbarkeit – wenn das Pferd nicht mehr geritten werden kann, aber lebt. Die Bedingungen variieren je nach Anbieter.

Voraussetzungen und Ausschlüsse

Voraussetzung für den Abschluss ist meist eine tierärztliche Untersuchung – Ankaufsuntersuchung oder spezielle Versicherungsuntersuchung. Vorerkrankungen können zum Ausschluss oder zu Risikozuschlägen führen. Auch das Alter spielt eine Rolle – sehr junge oder sehr alte Pferde sind oft schwer versicherbar. Ausgeschlossen sind meist vorsätzlich herbeigeführter Tod, Tod durch Krieg oder Kernenergie, Tod bei verbotenen Aktivitäten. Auch bei Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften – etwa ungesicherte Weiden – kann die Leistung verweigert werden. Die Bedingungen sollten genau geprüft werden.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Die Beiträge richten sich nach dem Wert des Pferdes, dem Alter, der Rasse, der Nutzung und dem Gesundheitszustand. Sie liegen meist zwischen 3 und 8 Prozent der Versicherungssumme pro Jahr. Für ein Pferd im Wert von 10.000 Euro also 300 bis 800 Euro jährlich. Ob sich die Versicherung lohnt, ist eine individuelle Entscheidung. Für wertvolle Pferde oder bei Finanzierung ist sie oft sinnvoll. Für Freizeitpferde mit moderatem Wert kann Selbsttragen des Risikos wirtschaftlicher sein. Auch die emotionale Komponente spielt eine Rolle – manche Besitzer möchten finanziell abgesichert sein, andere nicht. Die Lebensversicherung ist eine Option, keine Pflicht.

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