Unfallversicherung

Schutz für den Reiter

Die Unfallversicherung für Reiter schützt vor den finanziellen Folgen von Reitunfällen. Sie zahlt bei Invalidität, Tod oder Unfallkosten – Bergungskosten, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, kosmetische Operationen. Reiten ist ein Risikosport – Stürze, Tritte, Bisse können zu schweren Verletzungen führen. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen, nicht bei Freizeitunfällen. Eine private Unfallversicherung schließt diese Lücke. Besonders für Vielreiter, Turnierreiter oder Berufsreiter ist sie wichtig. Auch für Kinder und Jugendliche, die viel reiten, ist sie eine sinnvolle Absicherung.

Leistungen und Invaliditätssumme

Die Hauptleistung ist die Invaliditätssumme – eine einmalige Zahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung durch einen Unfall. Die Höhe richtet sich nach dem Invaliditätsgrad – bei vollständiger Invalidität wird die volle Summe gezahlt, bei teilweiser entsprechend weniger. Die Invaliditätssumme sollte hoch genug sein, um Umbauten, Hilfsmittel oder Einkommensverluste abzufedern – oft werden 100.000 bis 500.000 Euro empfohlen. Auch eine Progression ist sinnvoll – ab einem bestimmten Invaliditätsgrad erhöht sich die Leistung überproportional. Weitere Leistungen sind Todesfallsumme, Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld oder Übergangsleistungen.

Spezielle Reiterunfallversicherungen

Manche Versicherer bieten spezielle Unfallversicherungen für Reiter an, die auf die besonderen Risiken zugeschnitten sind. Sie decken auch Unfälle bei Turnieren, beim Training, bei der Pferdepflege oder beim Umgang mit Pferden ab. Auch erhöhte Leistungen für bestimmte Verletzungen – Wirbelsäulenverletzungen, Schädel-Hirn-Traumata – können eingeschlossen sein. Wichtig ist, dass alle reitsportlichen Aktivitäten versichert sind – auch Springen, Vielseitigkeit oder Westernreiten. Die Bedingungen sollten genau geprüft werden – was gilt als Unfall, welche Aktivitäten sind eingeschlossen.

Kosten und Ergänzungen

Die Jahresbeiträge für Unfallversicherungen liegen zwischen 100 und 400 Euro, je nach Leistungsumfang, Alter und Risiko. Für Reiter ist sie eine wichtige Ergänzung zu anderen Versicherungen. Auch die Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll – die BU zahlt bei dauerhafter Berufsunfähigkeit, die Unfallversicherung bei Invalidität durch Unfall. Auch eine Krankentagegeldversicherung kann ergänzen – sie zahlt bei längerer Krankheit ein Tagegeld. Die Unfallversicherung ist besonders für Selbstständige, Berufsreiter oder Vielreiter eine wichtige Absicherung. Sie schützt vor den finanziellen Folgen von Unfällen und ermöglicht unbeschwerteres Reiten.

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